Der diesjährige JuraHealth Congress stand ganz im Zeichen des Themas „Sturz“. Initiator Prof. Dr. Voker Großkopf von der Katholischen Hochschule NRW, wurde gefragt, was ihm an diesem Thema besonders bewegt.

Der Kölner Jurist und Professor für Rechtswissenschaften an der Katholischen Hochschule NRW, Fachbereich Gesundheitswesen, hat dazu eine ganz klare Meinung: „Mich bewegt ganz besonders, dass wir nicht, wenn wir mal pflegebedürftig sind, alle in einem ‚Gitterbettchen‘ landen – 24 Stunden, 365 Tage im Jahr.“

Damit weist er auf die Furcht vieler Einrichtungsbetreiber und Pflegende vor einer haftungsrechtlichen Inanspruchnahme aufgrund eines Sturzereignisses des zu Pflegenden hin: Diese Furcht führe immer wieder dazu, dass allzu schnell über den Kopf des Betroffenen hinweg entschieden und eine freiheitsentziehende Maßnahme zum Einsatz gebracht werden würde.

„Letztendlich müsse man aber auch dazu kommen, dass jeder das Recht auf einen Sturz hat“, so Großkopf weiter. Eine freiheitsentziehende Maßnahme dürfe im Übrigen nur dann zur Anwendung gebracht werden, wenn der Sturz oder die Sturzgefahr tatsächlich konkret ist, und könne auch nur das letzte Mittel sein, um die Sturzgefahr zu kompensieren.

Im kommenden Jahr steht der JuraHealth Congress ganz im Zeichen der Demografie. Mehr Informationen hierzu unter www.jurahealth.de